Auch im betrieblichen Alltag werden die aktuellen Krisenentwicklungen immer deutlicher bemerkbar. Jahrzehnte neoliberaler Veränderungen haben deutliche Spuren hinterlassen, zu Lasten von Arbeitnehmerrechten, Gewerkschaften und demokratischer (Ver-) Handlungsmacht. Jenseits der berechtigten Erleichterung der Industriegewerkschaften darüber, dass bei den vergangenen Betriebsratswahlen rechte und gewerkschaftsfeindliche Listen ihre Positionen kaum ausbauen konnten, bleibt darüber hinaus festzuhalten: Was sich derzeit in Werkshallen und Büros abspielt, ist Ausdruck der Krisen und zugleich wesentliches Moment der Rechtsentwicklung.